Ausstellung
„800 Jahre Bewegung und Begegnung“ - so lautet das Motto der 3. Sächsischen Landesausstellung „via regia“, die von Mai bis Oktober 2011 in Görlitz stattfinden wird. Acht Jahrhunderte liegen zwischen der Ersterwähnung der via regia als „strata regia“ oder „Hohe Straße“ im Jahr 1252 und dem Ausblick in Gegenwart und Zukunft im 21. Jahrhundert.
Den Fokus auf Görlitz und die Region gerichtet, thematisiert die Ausstellung das Leben an und auf der alten Handelsstraße. Via regia erzählt die Geschichte von Distanzen und deren Überwindung, von den Menschen, die im Laufe der Jahrhunderte auf ihr gereist, gepilgert und geflohen sind. Waren und Güter wurden gehandelt. Kunst und Kultur wurden auf Rädern, Rücken und in den Köpfen transportiert. Entlang dieses Weges mussten Grenzen überschritten werden, Währungen und Sprachen wechselten, Städte wuchsen, Kriege wurden ausgetragen. Mit den Reisenden kamen Wissen, Wohlstand und wechselnde Moden, aber auch Elend und Krankheiten.
Die Ausstellung möchte Einheimischen, Gästen und Touristen aus ganz Europa das historische Erbe und das Besondere dieser Region vermitteln. Mit Blick auf die Geschichte sollen auch Perspektiven für die Zukunft entwickelt werden. Insbesondere für Kinder und Jugendliche werden Angebote geschaffen, sich aktiv mit der Geschichte und Bedeutung ihrer Region und mit den Fragen der Ausstellung auseinanderzusetzen. Wohin orientiere ich mich? Warum und wie entstehen Mobilität und Bewegung? Wie begegne ich dem anderen? Was verbindet die Geschichte der alten Handelsroute via regia mit der heutigen gleichnamigen Kulturstraße des Europarates? Was hat ein mittelalterlicher Geleitbrief mit einem modernen Pass zu tun? Was verbindet ein Brakteatenbuch mit der Visa-Karte? Die Ausstellung schlägt den Bogen in die Gegenwart, um Beweggründe für das „Unterwegssein“ gestern und heute zu erkunden.





